MIS Hüfte: DAA - Direct Anterior Approach
Die etablierten Verfahren in der Hüftendoprothetik haben mit dem minimalinvasiven DAA, den Direkten Anterioren Zugang, eine innovative Operationsmethode dazugewonnen.
Dieses Verfahren ermöglicht einen direkten Zugang zum Hüftgelenk, ohne dass Muskeln abgelöst oder durchtrennt werden müssen. Die Einzelinzision benötigt im Gegensatz zu den konventionellen OP Verfahren nur einen minimalen Hautschnitt.
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Patientennutzen
Durch dieses schonende Verfahren und dem damit verbundenen Erhalt der Muskel- und Sehnenfunktion ergeben sich deutliche Vorteile für den Patienten.
Aufgrund des verkürzten Krankenhausaufenthaltes und der kürzeren Rehabilitationsphase wird der Patient schneller wieder ins tägliche Leben und vor allem in den Berufsalltag eingegliedert. Er erlangt seine Lebensqualität sehr schnell zurück.
Durch die geänderte Operationstechnik werden Blutverlust und Schmerzen verringert, so dass die Gabe von Blutkonserven reduziert werden kann und die Einnahme von Schmerzmitteln geringer ausfällt.
Trainingscenter Innsbruck
Diese Operationsmethode erfordert spezielle Schulungen um den sicheren Umgang mit den neuen Instrumenten und Techniken zu erlernen.
Unter der Leitung von Prof. Martin Krismer und Prof. Michael Nogler, Leiter und stellv. Leiter der Universitätsklinik für Orthopädie, Medizinische Universität Innsbruck, wurde der DAA, Direct Anterior Approach, entwickelt.
In einem einzigartigen Trainingsprogramm können sich Ärzte von den Innsbrucker Spezialisten in der Operationstechnik des DAA schulen lassen. Live Operationen werden zur Erklärung des Operationsablaufes eingesetzt. Die Arbeit an anatomischen Präparaten vermittelt die notwendige Fingerfertigkeit und zeigt die einzelnen notwendigen Schritte.
Der erste Kurs wurde 2004 angeboten. Mittlerweile blickt das Universitätsklinikum auf eine beachtliche Anzahl von Chirurgen aus dem In- und Ausland, die dort ausgebildet wurden. In den letzten 2 Jahren fanden 45 Kurse statt, an denen 450 Ärzte teilgenommen haben, davon 150 alleine aus dem deutschsprachigen Raum.
Neben diesen „Surgeons-train-surgeons“ Kursen sind auch Hospitationen in Innsbruck möglich. Mit den Flying Doctors bietet Innsbruck den trainierten Ärzten bei der Erst-OP in deren Klinik eine perfekte Unterstützung an.
Wissenschaftlich erwiesen
Erste wissenschaftliche Studien aus Innsbruck belegen die Vorteile der neuen Operationstechnik. Mit dem DASH-Board ist die erste weltweite, multizentrische Studie im Bereich der minimalinvasiven Hüftchirurgie initialisiert. Die Ergebnisse können Internet basiert eingesehen und ausgetauscht werden.
Kooperation mit Stryker
Die Universität Innsbruck kooperiert seit 2002 mit dem Medizintechnikunternehmen Stryker. Das Unternehmen unterstützt die Universität durch Ressourcen und bei der Organisation und Durchführung der Kurse.
Ferner wurde in enger Zusammenarbeit das speziell für diese Operationstechnik notwendige Instrumentarium entwickelt und durch die beim Praxiseinsatz gemachten Erfahrungen optimiert.
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