Stryker stellt neuartiges Triathlon® Kniesystem vor

Im Rahmen des 92. Deutschen Orthopädenkongresses in Berlin hat das Medizintechnik-Unternehmen Stryker eine neue Produktlinie vorgestellt: das Triathlon® Kniesystem. Gegenüber anderen am Markt erhältlichen Systemen bietet es deutliche Vorteile für den Operateur und den Patienten.

Bei der Entwicklung des Triathlon® Kniesystems ließ sich Stryker, eines der weltweit führenden Medizintechnik-Unternehmen, unter anderem von drei Zielen leiten: Erstens sollten Beweglichkeit und Funktion deutlich verbessert werden. Zweitens sollte die Prothese einen geringen Verschleiß aufweisen und – drittens – eine noch bessere Anpassung an die Anatomie sowohl weiblicher als auch männlicher Patienten gewährleisten. Durch entsprechendes Design der einzelnen Komponenten konnte das Unternehmen alle Ziele realisieren.

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Durch das Zusammenspiel verschiedener Designmerkmale imitiert das Triathlon® Kniesystem die ursprüngliche Bewegungskurve der Epikondylen in bislang nicht gekannter Präzision und sorgt so für eine natürliche Weichteilspannung. Das erhöht die Stabilität und ermöglicht gleichzeitig eine tiefe Flexion sowie die hierzu erforderliche interne und externe Rotation.

Ein Hauptaugenmerk lag hierbei darauf, nicht nur eine tiefe Flexion zu ermöglichen, sondern auch die hierfür notwendige große interne/externe Rotation zu gewährleisten, ohne Kompromisse hinsichtlich der Stabilität einzugehen. Der anatomisch adaptierte sagittale Radius der Triathlon® Femurkomponente weist eine einheitliche Flexionsachse im Hauptbelastungsbereich auf, so dass eine gleichmäßige Bandspannung im gesamten Bewegungsumfang gewährleistet ist. Die besondere Geometrie der verkürzten posterioren Kondylen sorgt im Zusammenspiel mit dem Rotationsbogen-Design des Tibiaeinsatzes dafür, dass eine sichere und stabile Rotation der Femurkomponente auch in tiefer Beugung möglich ist. Durch die hervorragende patello-femorale Führung, die sich klinisch bereits bei anderen Stryker Kniesystemen bewährt hat, wird unter anderem der Druck auf die Patellarückfläche reduziert und so sowohl das Auftreten von Patellaproblemen als auch des Polyethylen-Verschleißes an der Patellarückfläche minimiert.

Auch durch andere Designmerkmale gelang es den Entwicklern, den Polyethylenabrieb erheblich zu reduzieren. Das Triathlon® Knie stellt neben einer besonders großen auch eine gleich bleibende Kontaktfläche während des gesamten Bewegungsumfanges sicher und sorgt so für geringere punktuelle Belastungen. Dennoch gestattet es die für die Reduzierung der Torsionsbelastung wichtige Innen- und Außenrotation. Die Fixation des Tibiaeinsatzes basiert auf bewährten Stryker Systemen. Neu ist: Eine spezielle Antirotationsführung minimiert die für den Rückflächenverschleiß verantwortlichen Mikrobewegungen und vergrößert die rückseitige Kontaktfläche.

Für den Operateur ebenso wichtig: In anthropometrischen Studien ermittelte Stryker das optimale Verhältnis zwischen AP- und ML-Abmessung der Femurkomponente bei verschiedenen Größen weiblicher und männlicher Femura, so dass eine optimale Anpassung der Implantate an die jeweilige Anatomie des Patienten möglich ist. Das Triathlon® System umfasst acht Größen und trägt auch kleineren Anatomien, wie sie oft bei weiblichen Patienten zu finden sind, Rechnung.

Das Instrumentarium des Triathlon® Kniesystems wurde mit Blick auf höchstmögliche Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Ergonomie und Effizienz entwickelt. Durch offen gestaltete Schnittblöcke beispielsweise hat der Operateur direkten Blick auf das Gelenk. Deutliche Markierungen auf Ausricht- und Resektionslehren unterstützen bei der Durchführung der OP. Schnellverschlussmechanismen zur schnellen Montage und Demontage sowie Farbcodierungen machen das sehr modulare Instrumentarium hocheffizient. So konnte beispielsweise die Anzahl der Instrumente und damit das Gewicht der Instrumentensiebe reduziert werden, was insbesondere das OP-Personal sowie die Sterilisationsabteilung entlastet.

„Bei der Entwicklung des Triathlon® Instrumentariums haben wir Ärzte und – für uns ebenfalls besonders wichtig – das unterstützende OP-Personal aktiv miteinbezogen“, so Dipl-Ing. Anke Reinholz, Produktmanagerin Endoprothetik bei Stryker. „Denn eine erfolgreiche OP ist letztlich immer auch eine Teamleistung. Gemeinsam mit den Implantatkomponenten ist das Ergebnis ein Kniesystem, das nicht nur in puncto Funktion und Beweglichkeit, Passform und Standzeit, sondern auch hinsichtlich Effizienz und Handhabbarkeit im OP völlig neue Maßstäbe setzt.“


Über Stryker:

Die Stryker GmbH & Co. KG ist die deutsche Tochter der 1941 von dem Mediziner Dr. Homer Stryker gegründeten Stryker Corporation in Kalamazoo, Michigan, USA. Insgesamt beschäftigt die Stryker Corporation weltweit 17.000 Mitarbeiter, 1.500 davon in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Die Produktpalette von Stryker umfasst Anwendungen aus den Bereichen Endoprothetik, Traumatologie, Wirbelsäulenchirurgie, Instruments, Micro Implants und Endoskopie sowie umfangreiche medizinische Dienstleistungen. Ein weiterer Fokus liegt auf Biotechnologie, Navigation und medizinischer Notfallversorgung.



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