Bestandteile:
Ein Infrarot Navigationssystem dient dem computergestützten Operieren beim Einsetzen einer Hüft- oder Kniegelenksprothese als auch bei unfallchirurgischen Eingriffen.
Ein Endoskopiesystem mit modernster hochauflösender Videotechnik wird für die minimalinvasive (Schlüsselloch) Chirurgie eingesetzt.
Fünf Flachbildschirme an Deckenarmen zeigen alle verfügbaren Bilder optimal angeordnet für Chirurg und OP-Personal.
Die neueste digitale Dokumentationseinheit dient der Aufzeichnung von Fotos und Videos während der OP zu Lehrzwecken und ermöglicht eine lückenlose Dokumentation des OP-Verlaufs.
Eine zentrale Gerätesteuerung durch Sprache und Berührungsbildschirm ermöglicht die Ansteuerung mehrerer medizintechnischer Geräte durch einen Operateur oder eine OP-Schwester.
Das Videosteuerungs- und Kommunikationssystems Infinity ermöglicht die Integration und Darstellung aller Videosignale innerhalb des OPs und die Übertragung der Live-Bilder in den Hörsaal, den Konferenzraum oder zu externen Teilnehmern weltweit.
Ergonomische Vorteile:
Durch die Deckenmontage aller Geräte haben Operateur und Personal wesentlich mehr Bewegungsfreiheit am OP-Tisch als bisher. Im konventionellen Operationssaal werden die benötigten Geräte als Wagen an den Tisch geschoben, bei der i-Suite entfällt dies.
Der kabelfreie Boden erhöht die Sicherheit im OP erheblich.
Durch die Anordnung mehrerer Flachbildschirme ist für alle OP-Beteiligten jederzeit der optimale Blick auf die Aufnahmen der endoskopischen Bilder bzw. die Anzeige der navigierten OP möglich, ohne den eigenen Standort zu verändern.
Eine OP-Leuchtenkamera ermöglicht die Live-Betrachtung des OP-Felds über Flachbildschirme und die Übertragung in den Hörsaal.
Alle Maßnahmen erhöhen die Konzentration auf den Patienten und ermöglichen es Arzt und OP-Personal, die Bedienung der Technik sicher und unkompliziert durchzuführen.
Ökonomische Vorteile:
Durch die feste Deckenmontage der medizintechnischen Geräte entfallen zeitaufwendige Umrüstzeiten des OPs für verschiedene Eingriffsarten. In diesem OP ist es zum ersten Mal möglich, innerhalb weniger Minuten von endoskopischen Eingriffen zu offenen, navigierten Eingriffen zu wechseln. Die Zeitersparnis gegenüber dem konventionellen OP beträgt ca. 15 %.
Durch eingriffsbezogene Voreinstellungen der gesamten Signalsteuerung werden die Wechselzeiten ebenfalls gekürzt und dem OP-Personal die Bedienung erleichtert.
Die multifunktionelle Ausstattung ermöglicht eine wesentlich flexiblere Auslastung des OPs. Der OP kann ganztägig für alle anfallenden Eingriffe genutzt werden, ohne durch Umrüstarbeiten Zeit zu verlieren.
Die zentrale Steuerung der medizintechnischen Geräte durch eine Person (Arzt oder OP-Personal) ermöglicht mehr Zeit für den Patienten.
Studenten können Eingriffen vom Hörsaal oder von jedem autorisierten PC der Klinik zusehen und interaktiv mit dem Dozenten kommunizieren. Lehrveranstaltungen können so mit maximalem Wirkungsgrad durchgeführt werden.
Innovation:
Die integrierte Videosteueranlage Infinity ist auch für zukünftige Signalübertragungen vorbereitet, um den Zuwachs an benötigten Informationen im OP sicher und bedienerfreundlich zu bewältigen.
Fazit
Der i-Suite OP vereint zum ersten Mal die Möglichkeiten
der computergestützten Chirurgie (Navigation),
der Schlüsselloch-Chirurgie (Endoskopie),
der Live-Übertragung zu Lehr und Konsiliarzwecken,
die Darstellung aller Kamera- und Computersignale auf hochauflösenden Flachbildschirmen, gut sichtbar für den Operateur und
die digitale Dokumentation des OP-Verlaufs.
Das Ergebnis ist Zeitgewinn, optimale Gestaltung des Arbeitsplatzes im OP und Multimedia-Fähigkeiten ohne Zusatzaufwand.