Hochvernetztes Polyethylen war gestern – heute ist X3™

Weltweit einmaliges und patentiertes Herstellungsverfahren bringt einen Entwicklungssprung für Inlays bei Knie- und Hüftprothesen

Mit X3™ bringt der Medizintechnik-Spezialist Stryker ein sequentiell vernetztes Polyethylen auf den Markt, das mit seinen Leistungsmerkmalen vorhandene Gleitpaarungen weit hinter sich lässt. Damit ist dem Unternehmen ein Entwicklungssprung bei der Produktion von Inlays für Knie- und Hüftprothesen gelungen, der es zum Technologieführer auf diesem Gebiet macht. Wissenschaftliche Studien bestätigen die Wirksamkeit und Qualität des mit einem patentierten Verfahren hergestellten Materials.

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Lange Standzeiten des Inlays, hohe Sicherheit, große Beweglichkeit und geringer Materialabrieb – dies sind nur einige herausragende Merkmale, die Qualitätsprodukte in der Hüft- und Knieendoprothetik von Standardlösungen unterscheiden. Forschung und Entwicklung in diesem Bereich konzentrieren sich daher seit Jahren darauf, genau diese Eigenschaften zu verbessern. Das sequentiell vernetzte Material X3™ von Stryker vereint nun diese Eigenschaften in einem neuen Werkstoff. Damit ist es möglich, in der Knie-Endoprothetik ein auf der Basis ultrahochvernetzter Polyethylene weiterentwickeltes, sequentiell vernetztes Material für alle Inlays zu verwenden.


Die Kennzeichen von X3™

X3™ verfügt über einen nachweislich hohen Widerstand gegen Kontaktbelastungen und Materialermüdung, was insbesondere beim Einsatz in Kniegelenken unverzichtbar ist.

Die strukturelle Material- beziehungsweise Ermüdungsfestigkeit ist verbessert und die Verschleißrate liegt rund 70 Prozent unter der von bisher verwendeten Produkten.

Beim Einsatz von X3™ in der Hüftendoprothetik kann – basierend auf Labordaten – ein linearer Verschleiß in Verbindung mit Chrom-Kobalt-Köpfen von weniger als 3 Mikrometern pro Jahr angenommen werden (abhängig von der Kopfgröße und der Inlaydicke).

Die besondere Belastbarkeit von X3™ erlaubt die Verringerung der Inlaydicke. Dadurch werden größere Hüftkopfdurchmesser der Prothesen möglich, woraus sich für den Patienten mehr Bewegungsfreiheit (Range of Motion) und eine höhere Luxationssicherheit ergeben.


Aufwändiger, aber effektiver Herstellungsprozess

Die Grundsubstanz für X3™ ist qualitativ hochwertiges, ultrahochmolekulargewichtiges Poly-ethylen (UHMWPE). Das Material wird dreifach hintereinander bestrahlt und erwärmt, wobei die Bestrahlungsdosis insgesamt 9 MRad beträgt. Aus dem so entstandenen sequentiell vernetzten Polyethylen werden die Inlays gefertigt. „Unsere Entwickler haben, basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung und intensiver Forschungsarbeit, nun durch sequentielle Vernetzung ein Produkt entwickelt, das die bestimmenden Faktoren Bruchsicherheit, Abriebfestigkeit und Alterungsbeständigkeit in idealer Weise in einem Material vereint. Damit ergeben sich in der Knie- und Hüft-Endoprothetik völlig neue Möglichkeiten“, erläutert Dr. Alexander Uhl, Marketing Manager für den Bereich Endoprothetik Knie der Stryker GmbH & Co. KG in Duisburg.


Studien belegen: Patienten profitieren

Bisher erhielten weltweit etwa 80.000 Patienten X3™ Inlays bei Knie- und Hüftgelenksersatz. Zahlreiche publizierte in-vitro Studien zeigten Bestwerte bezüglich Materialfestigkeit, Abriebfestikeit, Materialermüdung und Oxidationsresistenz im Vergleich zu anderen Inlays. Derzeit laufen in-vivo mehrere Multi-Center-Studien in der Knie und Hüftendoprothetik, die X3™ und seine Eigenschaften genau unter die Lupe nehmen. Alle bisher vorliegenden Zwischenergebnisse belegen den klinischen Erfolg.

Für Patienten, die künstliche Gelenke mit X3™ -Inlays erhalten, ergeben sich aus der Verwendung des neuen Materials zahlreiche Vorteile: Alles deutet darauf hin, dass besonders aktive Patienten durch den deutlichen Zugewinn an Sicherheit und Standzeit des Gelenkes profitieren werden. Zusätzlich wird eine Verrringerung des Revisionsrisikos und der Gefahr der Prothesenlockerung erwartet.. Bei Hüftendoprothesen lässt sich durch die geringere Materialdicke der Inlays der Prothesenkopf vergrößern. Daraus resultiert eine deutlich verbesserte Beweglichkeit des Gelenks, die sich – abhängig vom allgemeinen Zustand des Behandelten – auch beim Patienten zeigt.



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