Kiel

>660

Mitarbeiter

13.000

Quadratmeter Produktionsfläche

2,11%

Ausbildungsquote

ISO 13485

Qualitätsmanagement

ISO 14001

Umweltmanagement 

ISO 50001

Energiemanagement

OHSAS 18001

Arbeits- und Gesundheits-
schutzmanagement

Tätigkeitsbereiche

Produktion sowie Forschung und Entwicklung von intramedullären Nägeln für alle Extremitäten

Marktposition

Marktführer im Bereich intramedulläre Nägel.

Spektakuläre Zahl

Alle 90 Sekunden wird weltweit ein Nagel aus Kiel implantiert.
400.000 Nägel werden in Kiel jährlich hergestellt und ausgeliefert.

Leben und arbeiten am Meer

Der Wind und die Wellen bestimmen das Leben in der Stadt am Ende der Förde. Der 17 Kilometer lange Fjord, der die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt mit der Ostsee verbindet, wird von Strandbesuchern, Surfern und Seglern gleichermaßen geschätzt. Als eines der weltweit größten Segelsportereignisse zieht die Kieler Woche jedes Jahr rund 3 Millionen Besucher an, die sich von den Wettbewerben und Paraden der Schiffe begeistern lassen. Das Meer hat aber auch die Arbeitswelt entscheidend geprägt. Durch die geschützte Lage und den Zugang zur Ostsee siedelten sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Werften und Reedereien an, und auch heute ziehen zahlreiche Industrieunternehmen Techniker und Ingenieure an. Aus der engen Zusammenarbeit von Stryker mit der Christian-Albrechts-Universität und der Fachhochschule Kiel haben sich bereits zahlreiche Praktika und Festanstellungen ergeben.

Ins Mark getroffen.

Wenn ein Name untrennbar mit dem Standort Kiel zusammen gehört, dann ist es der von Ernst Pohl. Pohl begann seine Karriere in der Medizintechnik als Orthopädiemechaniker, sein Talent machte ihn aber schnell zum gefragten Spezialisten für die Ärzte des Kieler Klinikums. Mit seiner 1904 gegründeten Firma entwickelte er zunächst Anlagen für die Röntgentechnik, in Zusammenarbeit mit Prof. Beck später die sogenannte Beck'sche Mühle für Bluttransfusionen für Menschen. Ihre Funktionsweise ist bis heute grundlegend für den Bau künstlicher Nieren. Als besonders fruchtbar sollte sich die Zusammenarbeit mit Prof. Küntscher bei der Heilung von Knochenbrüchen erweisen. Bis in die 1940er Jahre hinein waren Frakturen ausschließlich mit Hilfe von Gipsverbänden und Extensionsverfahren behandelt worden - eine schmerzhafte Therapie mit unsicherem Ausgang. Küntschers Neuansatz war so einfach wie revolutionär: Er versorgte den Bruch nicht von außen, sondern durch den Markraum des Knochens mit einem Stahlnagel. Und Pohl besaß mit seiner Firma das technische Knowhow zur Materialauswahl, Dimensionierung und Herstellung der neuen Marknägel. Die Methode entwickelte sich rasch zum medizinischen Standard, und aus der Zusammenarbeit gingen zahlreiche weitere Entwicklungen hervor, unter anderem der Vorläufer des weltweit erfolgreichen Gamma™-Nagels. Pohls Firma wurde von dessen Erben an den amerikanischen Medizingerätehersteller Austenal verkauft, der von der Muttergesellschaft in den folgenden Jahren zuerst in Howmet und später in Howmedica International umbenannt wurden. Durch das erfolgreiche internationale Management entwickelte die Firma ihre Expertise in der Entwicklung, Fertigung und im Vertrieb chirurgischer Systeme weiter und verwandelte sich vom Handwerksbetrieb zum Industrieunternehmen. 1998 übernahm die Stryker Corporation das Unternehmen von der Muttergesellschaft Pfizer und formte es zu einem einzigartigen Kompetenzzentrum für die intramedulläre Frakturversorgung. Die Produktverantwortung für alle vorhandenen Nagelsysteme von Stryker wurde aus den USA, der Schweiz und Frankreich nach Kiel transferiert. Nicht ohne Erfolg, denn mit dem T2-, S2- und Gamma3-System wurden vom Start weg drei äußerst verkaufsstarke Produktserien auf den Markt gebracht. Ernst Pohl wäre wohl stolz auf den Erfindungsgeist seiner Nachfolger.

Standort Kiel Unternehmensfilm